Mit der Bildunterschrift
Arizona war worker writes her Navy boyfriend a thank-you note for the Jap skull he sent her erschien im Mai 1944 eine Schwarzweißfotografie des Fotografen Ralph Crane im US-Magazin
Life. Laut der Bildunterschrift soll das Foto eine junge Frau zeigen, die einen Brief an ihren Freund verfasst, der als Marinesoldat im Pazifikkrieg kämpft. Darin bedanke sie sich für den im Vordergrund des Bildes vor ihr auf dem Tisch liegenden Schädel eines Japaners, den er ihr zugeschickt habe. Die Veröffentlichung des Fotos rief überwiegend negative Reaktionen der Leser von
Life hervor. Japanische Medien nutzten es zur Propaganda gegen den amerikanischen Kriegsgegner. Auf Drängen des US-Außenministeriums hin untersuchte die Navy den Vorfall und schlug vor, dem betreffenden Marinesoldaten einen schriftlichen Verweis zu erteilen. Das Foto gilt als eines der bekanntesten Beispiele für das Verhalten von US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg, Körperteile gefallener japanischer Soldaten als Kriegstrophäen zu sammeln, und fand als solches Erwähnung in zahlreichen Publikationen. Daneben wurde es auch Gegenstand kunsthistorischer Betrachtungen. Nachdem das Foto 2025 Aufmerksamkeit in sozialen Medien erregt hatte, äußerte der Sohn der Abgebildeten, laut seiner Mutter habe es sich um ein gestelltes Foto gehandelt; sie habe gar keinen im Pazifikkrieg kämpfenden Freund gehabt. –
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